Worum es uns geht

Diese Plattform dient dazu, die Rechte von jungen Menschen in der Arbeitswelt durchzusetzen. Damit sie das Geld bekommen, das sie für ihre Arbeit auch verdienen! Aktuelle aber auch ehemalige Praktikantinnen und Praktikanten können ihr Praktikum anonym melden.

Hier kannst du uns anonym mitteilen, wie das Praktikum im Unternehmen bei dir abläuft oder abgelaufen ist. Deine Informationen leiten wir an die Gebietskrankenkassen weiter, die das Unternehmen indem du tätig bist oder warst dann gegebenfalls prüfen.
Watchlist-Formular

Wir suchen und stellen auch Beispiele besonders dreister Ausschreibungen von Praktika und Jobs für BerufseinsteigerInnen online. Die Erfahrung zeigt: Ausschreibungen lassen Rückschlüsse auf die tatsächlichen Arbeitsbedingungen zu und sind ein erster Indikator dafür, ob PraktikantInnen und BerufseinsteigerInnen angemessen und rechtskonform behandelt werden. Inserate-Watch

Wegen der vielen Inserate mit unzumutbaren, illegalen Arbeitsbedingungen und Entlohnungsmodalitäten, die uns aktuell gemeldet werden, müssen wir davon ausgehen, dass eine hohe Anzahl der Praktikaverträge die abgeschlossen werden, dem in nichts nachstehen. Gegen Inserate können wir rechtlich nicht vorgehen, gegen Dienstverhältnisse die gegen das Arbeitsrecht verstoßen aber sehr wohl. Deshalb bieten wir ab sofort auch an, deinen Vertrag zu überprüfen. Vertrags-Check

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Bezahlen statt Ausbeuten!

Die Anrufe von SchülerInnen und Studierenden werden in der Ferienzeit nicht weniger, im Gegenteil – gerade im Sommer häufen sich bei uns die Anfragen wegen ausbleibender Bezahlung, fehlender Ausbildung oder anderen Problemen bei Praktika. Auch auf der Watchlist-Praktikum kommen in den Sommermonaten mehr Meldungen über schlechte Entlohnung, unbezahlte Überstunden, Wochenendarbeit im Praktikum und vieles mehr.

Nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch einfordern – die GPA-djp-Jugend startet deswegen auch heuer wieder eine Info-Tour durch alle Bundesländer. Wir informieren bis zum Ferienende in ganz Österreich über die Rechte von PraktikantInnen.

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Den Auftakt unserer österreichweiten Aktionstage am 22. Juli, um PraktikantInnen über ihre Rechte zu informieren, haben wir am Grazer Hauptbahnhof mit einer Frühstücks-Aktion gemacht. Am Samstag danach sind die Badegäste im Moorbad Schrems informiert und mit Wasser versorgt worden.

Es ist wirklich nicht zu tolerieren, dass Praktika immer öfter zum lukrativen Geschäftsmodell für Unternehmen werden. Der Kampf gegen die Ausbeutung von PraktikantInnen bleibt auf unserer Agenda!

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Arbeitskräfte zum Schnäppchenpreis

Arbeitskräfte zum SchnäppchenpreisEin Praktikum ist ein Ausbildungsverhältnis. Von unserer täglichen Arbeit wissen wir aber, dass es das in den seltensten Fällen ist. Anstatt junge Menschen auszubilden, werden sie in der Regel als billige oder gratis Arbeitskräfte ausgenutzt. Unter dem Schein eines Praktikums werden sie als Karenzvertretung, Urlaubsvertretung oder systematisch als billige Arbeitskräfte auf bestimmte Zeit ins Unternehmen geholt. Oft auch mit der Aussicht auf Fixanstellung, für die später aber das Geld fehlt. Die Arbeitsleistung, die erbracht wird, ist die eines regulären Mitarbeiters oder Mitarbeiterin – bezahlt werden vielleicht 200 bis 500 Euro, wenn überhaupt. Oftmals bekommen „PraktikantInnen“ für ihre Arbeit von 38,5 Wochenstunden gar nichts. Die Generation Praktikum ist Realität. Zwar gibt es immer wieder Institutionen wie das AMS oder die Wirtschaft, die behaupten ihre Zahlen können das nicht bestätigen. Unsere Erfahrung und Beratung von unzähligen Betroffenen sagt anderes.

Denn auch, wenn in einem standard.at Artikel steht, dass drei von vier jungen Erwachsenen innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Ausbildung eine mindestens dreimonatige Stelle finden und durchschnittlich ja eh nur ein Praktikum gemacht wird, heißt das für uns nicht, dass alles gut ist. Denn was ist mit den 25%, die keine Stelle finden? Und wer kann mit einer dreimonatigen Stelle beginnen sein Leben zu planen oder von Sicherheit sprechen? Mal ganz abgesehen davon, ob die jungen BerufseinsteigerInnen sich in Jobs finden, für die sie ausgebildet wurden oder, ob sie einer Arbeit nachgehen, die gar nichts mit ihrem Studium oder Berufsausbildung zu tun haben. Das wird nämlich bei solchen Statistiken meist nicht untersucht.

Wenn Unternehmen PraktikantInnen suchen, die ein abgeschlossenes Studium und mehrjährige Berufserfahrung haben sollen, sowie eigenständiges Arbeiten im Ausmaß von 40 Stunden verlangen und dafür nichts bezahlt wird, weil das „ja mittlerweile üblich ist“, dann darf sich niemand wundern, wenn wir sie wegen Lohn- und Sozialdumping anzeigen. Die Watchlist-Praktikum liefert uns solche Fälle schwarz auf weiß. Mehr als 100.000 Zugriffe und hunderte Meldungen über Missstände bei Praktika sind genug Beweis, dass gegen die Ausbeutung junger Menschen vorgegangen werden muss. UnternehmerInnen sollten sich vorher überlegen ob sie eine Arbeitskraft benötigen oder jemanden mithilfe eines Praktikums ausbilden wollen, und nicht uns vorwerfen, dass wir mit der Watchlist jungen Menschen die Chancen auf Berufserfahrung zerstören. Dieser Vorwurf zeigt nur die Angst der UnternehmerInnen, Arbeitskräfte nicht mehr zum Schnäppchenpreis haben zu können.

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Sommer, Sonne, Nichtstun? Von wegen!

Jährlich sind an die 300.000 junge Menschen aus den Bereichen Uni, FH, PH sowie BMS und BHS von Pflichtpraktika betroffen, denen nur ein Bruchteil von dem ausbezahlt wird was ihnen eigentlich zustehen würde. (Bild: www.bilderbox.com)

Jährlich sind an die 300.000 junge Menschen aus den Bereichen Uni, FH, PH sowie BMS und BHS von Pflichtpraktika betroffen, denen nur ein Bruchteil von dem ausbezahlt wird was ihnen eigentlich zustehen würde. (Bild: www.bilderbox.com)

Obwohl gerade erst Februar ist und Österreich mitten in den Semesterferien steckt, wird schon eifrigst dem Sommer entgegengefiebert. Rundherum werden SchülerInnen und StudentInnen für ihre langen Ferien beneidet: Sommer, Sonne, Nichtstun.

Doch die Realität sieht leider anders aus, gut zwei Drittel von ihnen arbeiten in den Sommermonaten oder sogar ganzjährig. Einerseits müssen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, andererseits wird es ihnen von diversen Lehrplänen vorgeschrieben.

Schlecht oder gar nicht bezahlt
Das Traurige daran ist, dass diese Pflichtpraktika meist schlecht oder gar nicht bezahlt werden, weil sie in der Regel auch nicht in den Geltungsbereich der Kollektivverträge fallen. Diese Tatsache wird von zahlreichen Unternehmen schamlos ausgenutzt. Jährlich sind an die 300.000 junge Menschen aus den Bereichen Uni, FH, PH sowie BMS und BHS von Pflichtpraktika betroffen, denen nur ein Bruchteil von dem ausbezahlt wird was ihnen eigentlich zustehen würde. Konkret entgehen ihnen 174 Mio. Euro durch arbeitsrechtliche Umgehungen. Diese Grauzonen betreffen aber nicht nur in Ausbildung Stehende, sondern auch unzählige AbsolventInnen, die mit der Möglichkeit einer Fixanstellung in Praktika gelockt werden, die rechtlich gesehen ganz normale Arbeitsverhältnisse sind.

Ansprüche durchsetzen
Diese Ausbeutung muss ein Ende haben! Die GPA-djp kämpft für eine Aufstockung des Arbeitsinspektorats, ein Verbot von Praktika nach der Fach- bzw. Hochschulausbildung und eine einheitliche Regelung für Pflichtpraktika in den Kollektivverträgen. Auch in diesem Jahr werden wir wieder mit öffentlichen Aktionen auf diese ungerechten Zustände aufmerksam machen und Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche unterstützen. Jede Arbeit, auch das Kaffeekochen, verdient ein Mindestgehalt!

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„derstandard.at“ – Praktikum: Wie geht es fair statt prekär?

Barbara_Kasper_InternetBundesjugendsekretärin Barbara Kasper der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) hat im Rahmen der „Praktikumswoche“, die Career Center zehn österreichischer Universitäten gemeinsam veranstalteten, an einer Podiumsdiskussion zum Thema teilgenommen und dabei auch die watchlist Praktikum vorgestellt.

http://derstandard.at/2000029484553/Praktikum-Wie-geht-es-fair-statt-prekaer

 

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AK-Präsident Kaske rät PraktikantInnen: Ausführlich informieren und einen Vertrag abschließen

Heute war der letzte Tag unserer Praktika-Aktionswoche und den haben wir natürlich trotz Ferien bei der Uni Wien verbracht, weil auch in den Sommermonaten fleißig studiert wird.

Neben Lucia Grabetz vom Vorsitzteam der ÖH-Bundesvertretung, war auch Arbeiterkammer Präsident Rudi Kaske zu unserer Unterstützung dabei. Denn „Auch in der AK melden sich immer wieder enttäuschte Jugendliche, die unter der Bezeichnung „Praktikum“ voll gearbeitet haben, aber bestenfalls mit einem Taschengeld abgespeist werden. Ich halte es für wichtig, auf die Missstände aufmerksam zu machen, die es leider rund um die Praktika gibt und ein korrektes Verhalten von den Arbeitgebern einzufordern.“ Sich ausführlich informieren bevor man ein Praktikum antritt und davor einen schriftlichen Vertrag abschließen, das ist der Tipp des AK-Präsidenten an die Jugendlichen selbst. Ausführliche Informationen zum Thema Praktikum bietet auch die AK im Internet unter www.arbeiterkammer.at/praktikum.

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Am Ende unserer Aktion wollen wir natürlich ein kurzes Fazit ziehen. Immerhin haben wir in diesen fünf Tagen 1000 Liter Wasser und 100 Kilo Karotten verteilt und sind so mit ca. 3000 vorwiegend jungen Menschen ins Gespräch gekommen.

Die Rückmeldungen, die wir erhalten haben, haben uns nicht nur darin bestärkt uns weiterhin aktiv für gerechte Rahmenbedingungen für Praktika einzusetzen, sondern unsere Erwartungen bei weitem übertroffen.

Großes Lob und viele Danksagungen haben für uns die Woche zu einem wirklich schönen Ereignis gemacht und uns trotz Hitze die nötige Motivation für jede weitere Stunden, sowie Tage des Engagements gebracht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken und insbesondere auch unseren vielen UnterstützerInnen ein Danke aussprechen, denn ohne sie wäre diese Aktion natürlich nicht möglich gewesen.

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Klare Rahmenbedingungen schaffen, damit PraktikantInnen nicht länger ausgebeutet werden

Wir verbringen noch einen hochsommerlichen Tag am Donaukanal, heute allerdings nicht mehr bei der Summerstage, sondern bei der Salztorbrücke.

Mit dabei ist heute unser Vorsitzender Wolfgang Katzian der uns noch bestärkt. „Es ist nicht einzusehen, dass viele junge Menschen ihre ersten Kontakte in der Arbeitswelt unter oft fragwürdigen Verhältnissen absolvieren müssen. Egal, ob die Bezahlung nicht stimmt oder sie als Urlaubsvertretung eingesetzt werden und nichts vermittelt bekommen – es braucht klare Rahmenbedingungen, damit PraktikantInnen nicht länger ausgebeutet werden können. Ich bin stolz auf unsere GPA-djp-Jugend, die diesen Kampf sehr engagiert führt – wir stehen hinter Euch“, bedankte sich GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian, der die AktivistInnen heute Donnerstag besuchte.

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Wenn in Hochschullehrplänen sogenannte Pflichtpraktika vorgeschrieben sind, dann muss auch klar definiert werden, wie diese Praktika ausgestaltet sein müssen. Tätigkeitsbeschreibungen, Lerninhalte und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards müssen dringend festgeschrieben werden. Derzeit beschränkt sich die Beschreibung der Pflichtpraktika auf eine Monats- oder Stundenanzahl, was zu Unklarheiten bei PraktikantInnen und ArbeitgeberInnen führt und Missbrauch Tür und Tor öffnet.

Wichtig wäre auch, dass die PraktikantInnen in den Schulen, Fachhochschulen und Universitäten ihre im Arbeitsrecht geregelten Rechte und Pflichten lernen. Nur wenn sie ihre Rechte kennen können sie diese auch einfordern.

Zusätzlich fordern wir die Beweislastumkehr. Das heißt, wir wollen, dass der Beweis, dass es sich bei einem Praktikum tatsächlich um ein Ausbildungsverhältnis handelt, von dem/der ArbeitgeberIn erbracht werden muss. Ohne diesen Beweis sollte immer von einem befristeten Arbeitsverhältnis ausgegangen werden.

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Du bist dein Geld wert. Gegen unbezahlte Praktika!

EU-Parlamentsabgeordneten Evelyn RegnerPassend zu den hochsommerlichen Temperaturen, sind wir heute bei Summerstage am Donaukanal unterwegs.

Unterstützung erhalten wir aus Brüssel von der EU-Parlamentsabgeordneten Evelyn Regner. Sie hat uns eine Fotobotschaft geschickt und schreibt: „Ich bin gegen unbezahlte oder unterbezahlte Praktika! PraktikantInnen leisten genauso Arbeit wie andere ArbeitnehmerInnen und müssen daher auch fair bezahlt werden. Danke an die GPA-djp Jugend für eure wichtige Arbeit dazu und viel Erfolg für eure Aktionswoche!“

Wie viel Geld den PflichtpraktikantInnen in Österreich jedes Jahr vorenthalten wird, haben wir schon gestern dargestellt. Ein weiteres großes Problem ist die mangelnde soziale Absicherung für PraktikantInnen.

Denn auch junge Menschen brauchen eine soziale Absicherung.

Trotz oft hoher Arbeitsleistung und Verantwortung, die PflichtpraktikantInnen zunehmend auferlegt wird, werden viele nicht einmal bei der Sozialversicherung angemeldet. Die Meldung bei der Unfallversicherung ist bei Pflichtpraktika für SchulerInnen zwar vorgeschrieben, aber längst nicht alle ArbeitgeberInnen halten sich auch daran. Bei Studierenden ist es noch schlimmer, denn im Hochschulbereich sind die Praktika, die es zu absolvieren gilt, wenig bis gar nicht beschrieben.

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Damit kann ein Unfall auf dem Weg zur Praktikumsstelle oder am Arbeitsplatz selbst auch finanziell zur großen Gefahr werden. Ein Beinbruch, eine Operation, ein Rettungseinsatz kostet ohne Versicherung ein kleines Vermögen für junge Menschen, die gerade erst in die Berufswelt einsteigen.

Aber auch die Arbeitslosen- und Pensionsversicherung wird vielen vorenthalten. So ist es keine Ausnahme, dass Studierende während ihres Studiums zwar mehrere Praktika absolvieren, die jeweils mehrere Monate dauern, dann aber nach Abschluss des Studiums trotzdem keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Dabei wäre es gerade nach dem Studium, wenn die meisten auf der Suche nach einem Arbeitsplatz sind dringend notwendig Arbeitslosenunterstützung zu erhalten.

Wir fordern daher, dass die Versicherungspflicht, die in Österreich für alle ArbeitnehmerInnen gilt, auch auf PraktikantInnen ausgeweitet wird und dieses Loch im sozialen Netz geschlossen wird.

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PraktikantInnen: Es geht um viel Geld

Eine Woche lang sind wir in Wien unterwegs, um auf die Ausbeutung von PraktikantInnen aufmerksam zu machen und zu informieren.

Heute, am zweiten Tag unserer Aktion, sind wir auf der Mariahilferstraße, Ecke Neubaugasse unterwegs und freuen uns auch wieder über Unterstützung.

ÖGB Vize-Präsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl erklärt sich solidarisch und sagt „Praktika sollen eigentlich dazu dienen, jungen Menschen einen Einblick in den Beruf zu geben. Häufig ersetzen PraktikantInnen jedoch eine reguläre Arbeitskraft, haben aber keine oder eine schlechtere Entlohnung und der Lerneffekt ist gering. Die Unternehmen müssen sich endlich an die Spielregeln halten und faire Rahmenbedingungen garantieren.“

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Denn es geht um viel Geld
Auf Basis der Anzahl der SchülerInnen und StudentInnen, die Pflichtpraktika in ihren Lehrplänen haben und der durchschnittlichen Studiendauer haben wir geschätzt, wie viele Betroffen jährlich ein Pflichtpraktikum absolvieren müssen.

Wenn wir die Zahl der Betroffenen zum Verhältnis der bezahlten und unbezahlten Pflichtpraktika sowie die Höhe der Bezahlungen bei Pflichtpraktika gegenüberstellen, dann erhalten PflichtpratkikantInnen derzeit Gehälter in der Höhe von 32 Millionen Euro.

Würden sie allerdings anhand des Gehalts bezahlt, das ihnen nach Kollektivvertrag jeweils in der niedrigsten Stufe der ersten Verwendungsgruppe zusteht, müssten sie wenigstens 206 Millionen jährlich verdienen.

Das bedeutet PflichtpraktikantInnen entgehen jedes Jahr mindestens 174 Millionen Euro an Gehältern und das obwohl wir von einem Mindestgrundgehalt von gerade einmal 1370 Euro monatlich ausgehen.

Auch junge Menschen haben Kosten und müssen ihren Lebensunterhalt oft auch selbst zumindest mitfinanzieren. Dadurch dass ihnen so viel Geld vorenthalten wird, wird das Pflichtpraktikum für viele zur Zerreisprobe.

Denn arbeiten für die hohle Hand muss man sich leisten können und neben der Ausbildung und dem Pflichtpraktikum auch noch arbeiten zu müssen ist eine gewaltige Belastung.

Wir fordern daher, dass das Pflichtpraktikum für alle unter den gleichen Bedingungen machbar ist und das geht nur mit einer gerechten Bezahlung nach Kollektivvertrag.

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Die Karotte vor der Nase? Nicht mit uns!

1_DSC_7907_hpEine Woche lang sind wir in Wien unterwegs, um auf die Ausbeutung von PraktikantInnen aufmerksam zu machen und zu informieren.

Fixanstellungen werden BerufseinsteigerInnen wie die sprichwörtliche Karotte vor die Nase gehalten, wenn sie sich zuvor als PraktikantInnen beweisen und das zu oft haarsträubenden Bedingungen. Ob unbezahltes „freiwilliges“ Praktikum oder unterbezahltes Pflichtpraktikum, ohne ist es kaum mehr möglich eine Anstellung zu bekommen. Inzwischen wird selbst für einen Praktikumsplatz schon Berufserfahrung vorausgesetzt.

Ganze 278.652 junge Menschen müssen jährlich ein Pflichtpraktikum absolvieren. Rechnet man sogenannte „freiwillige“ Praktika dazu, muss mindestens von einer doppelt so hohen Anzahl ausgegangen werden. Die allermeisten sind unter- oder unbezahlt und viele starten damit jetzt in der Ferienzeit.

Den Handlungsbedarf bestätigen mehr als 80.000 Aufrufe dieser Seite, Hunderte von Einträgen mit teilweise sehr konkreten Schilderungen über Missstände und daraus resultierende erste Gerichtsverfahren auf der vor genau einem Jahr gestarteten Watchlist Praktikum. Unsere Onlineplattform hilft jungen Menschen, ihre Rechte in der Arbeitswelt durchzusetzen.

Aktionen im öffentlichen Raum
Bei uns häufen sich gerade jetzt wieder Anfragen wegen ausbleibender Bezahlung, fehlender Ausbildung oder anderer Probleme, deswegen wollen wir noch stärker für die Thematik Praktikum und Ferienjob sensibilisieren: wir informieren eine Woche lang auf öffentlichen Plätzen in Wien über die Rechte von Praktikantinnen.

Wann und wo?
· Mo, 3.8. von 13 bis 19 Uhr Vorplatz Museumsquartier/Mariahilferstraße
· Di, 4.8. von 14 bis 19 Uhr Mariahilferstraße Fußgängerzone Höhe Neubaugasse
· Mi, 5.8. von 16 bis 20 Uhr bei der Summerstage
· Do, 6.8. von 16 bis 20 Uhr am Donaukanal
· Fr, 7.8. von 10 bis 14 Uhr vor der Uni Wien

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