GPA-djp und vida: Faire Spielregeln rund um den Eurovision Song Contest!

esc_900x600_button_ped.inddKostenlose Informationen und Beratung für Beschäftigte in Public-Viewing-Zonen

„Wir freuen uns über den Werbe-Effekt, den die Austragung des Eurovision Song Contests für Wien zweifelsohne bedeutet. Uns gefällt auch das Prinzip der Weltoffenheit, das sich der ORF für dieses Megaevent zum Motto gemacht hat und wir gehen davon aus, dass sich dieser Spirit auch in den Rahmenbedingungen für die vielen ArbeitnehmerInnen rund um den Eurovision Song Contest, besonders in den Public-Viewing-Zonen, bemerkbar macht“, betonen Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und Bernd Brandstetter, Bundesgeschäftsführer der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida.

„Das Millionenbudget, das dem ORF für die Austragung des Eurovision Song Contests zur Verfügung steht, sollte auch eine faire Entlohnung aller Beschäftigten, die in vielen Bereichen von Unterstützung bei Fragen über die Betreuung von KünstlerInnen, MedienvertreterInnen und natürlich der BesucherInnen der offiziellen Public Viewing Zonen eingesetzt werden sollen, ermöglichen“, so Proyer. Neben dem Veranstalter ORF sind aber auch die vielen Subunternehmen gefordert, ergänzt Brandstetter: „Wir werden auch besonderes Augenmerk darauf legen, dass Unternehmen, die beispielsweise im Eurovisions Village am Wiener Rathausplatz und in den Public-Viewing-Zonen in ganz Österreich die Gastronomie betreiben, ihre Beschäftigten fair behandeln und entlohnen, ebenso wie die Securityfirmen oder Reinigungsunternehmen.“

escDie GPA-djp und die vida bieten allen ArbeitnehmerInnen im Rahmen des ESC Beratung und Unterstützung an. „Wir werden die größten Fan-Zonen persönlich aufsuchen, um Info-Material über ihre Rechte und Arbeitsbedingungen an die Betroffenen zu verteilen“, kündigen Proyer und Brandstetter an. Außerdem gibt es kostenlose Beratung unter Tel: 05 03 01 – 21000 (GPA-djp) und 01 53444 79 148 (vida). Fragen können auch direkt an uns gemailt werden.

vida-Geschäftsführer Brandstetter rät auf jeden Fall, genaue Arbeitszeitaufzeichnungen zu machen: „Dienstort, Arbeitsdauer und Pausen unbedingt notieren. Nur so können wir überprüfen, ob die arbeitsrechtlich vorgegebenen Rahmenbedingungen und die Entlohnung stimmen. Auch ihre Dienstverträge können Beschäftigte bei der Gewerkschaft prüfen lassen.“ Proyer ergänzt: „Weil wir aktiv Missstände rund um Arbeitsverträge bekämpfen, wenden sich bereits Betroffene an uns und wir nehmen ihre Fragen und Bedenken natürlich ernst.“

„Wir werden sehr genau auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten beim ESC achten. Auch sie sollen am Erfolg teilhaben“, so Proyer und Brandstetter abschließend: „Wir fordern faire Spielregeln, weil uns die Arbeitsbedingungen natürlich gerade bei einem Megaevent, der Weltoffenheit vermitteln will, alles andere als wurst sind!“

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