Klare Rahmenbedingungen schaffen, damit PraktikantInnen nicht länger ausgebeutet werden

Wir verbringen noch einen hochsommerlichen Tag am Donaukanal, heute allerdings nicht mehr bei der Summerstage, sondern bei der Salztorbrücke.

Mit dabei ist heute unser Vorsitzender Wolfgang Katzian der uns noch bestärkt. „Es ist nicht einzusehen, dass viele junge Menschen ihre ersten Kontakte in der Arbeitswelt unter oft fragwürdigen Verhältnissen absolvieren müssen. Egal, ob die Bezahlung nicht stimmt oder sie als Urlaubsvertretung eingesetzt werden und nichts vermittelt bekommen – es braucht klare Rahmenbedingungen, damit PraktikantInnen nicht länger ausgebeutet werden können. Ich bin stolz auf unsere GPA-djp-Jugend, die diesen Kampf sehr engagiert führt – wir stehen hinter Euch“, bedankte sich GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian, der die AktivistInnen heute Donnerstag besuchte.

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Wenn in Hochschullehrplänen sogenannte Pflichtpraktika vorgeschrieben sind, dann muss auch klar definiert werden, wie diese Praktika ausgestaltet sein müssen. Tätigkeitsbeschreibungen, Lerninhalte und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards müssen dringend festgeschrieben werden. Derzeit beschränkt sich die Beschreibung der Pflichtpraktika auf eine Monats- oder Stundenanzahl, was zu Unklarheiten bei PraktikantInnen und ArbeitgeberInnen führt und Missbrauch Tür und Tor öffnet.

Wichtig wäre auch, dass die PraktikantInnen in den Schulen, Fachhochschulen und Universitäten ihre im Arbeitsrecht geregelten Rechte und Pflichten lernen. Nur wenn sie ihre Rechte kennen können sie diese auch einfordern.

Zusätzlich fordern wir die Beweislastumkehr. Das heißt, wir wollen, dass der Beweis, dass es sich bei einem Praktikum tatsächlich um ein Ausbildungsverhältnis handelt, von dem/der ArbeitgeberIn erbracht werden muss. Ohne diesen Beweis sollte immer von einem befristeten Arbeitsverhältnis ausgegangen werden.

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