Sommer, Sonne, Nichtstun? Von wegen!

Jährlich sind an die 300.000 junge Menschen aus den Bereichen Uni, FH, PH sowie BMS und BHS von Pflichtpraktika betroffen, denen nur ein Bruchteil von dem ausbezahlt wird was ihnen eigentlich zustehen würde. (Bild: www.bilderbox.com)

Jährlich sind an die 300.000 junge Menschen aus den Bereichen Uni, FH, PH sowie BMS und BHS von Pflichtpraktika betroffen, denen nur ein Bruchteil von dem ausbezahlt wird was ihnen eigentlich zustehen würde. (Bild: www.bilderbox.com)

Obwohl gerade erst Februar ist und Österreich mitten in den Semesterferien steckt, wird schon eifrigst dem Sommer entgegengefiebert. Rundherum werden SchülerInnen und StudentInnen für ihre langen Ferien beneidet: Sommer, Sonne, Nichtstun.

Doch die Realität sieht leider anders aus, gut zwei Drittel von ihnen arbeiten in den Sommermonaten oder sogar ganzjährig. Einerseits müssen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, andererseits wird es ihnen von diversen Lehrplänen vorgeschrieben.

Schlecht oder gar nicht bezahlt
Das Traurige daran ist, dass diese Pflichtpraktika meist schlecht oder gar nicht bezahlt werden, weil sie in der Regel auch nicht in den Geltungsbereich der Kollektivverträge fallen. Diese Tatsache wird von zahlreichen Unternehmen schamlos ausgenutzt. Jährlich sind an die 300.000 junge Menschen aus den Bereichen Uni, FH, PH sowie BMS und BHS von Pflichtpraktika betroffen, denen nur ein Bruchteil von dem ausbezahlt wird was ihnen eigentlich zustehen würde. Konkret entgehen ihnen 174 Mio. Euro durch arbeitsrechtliche Umgehungen. Diese Grauzonen betreffen aber nicht nur in Ausbildung Stehende, sondern auch unzählige AbsolventInnen, die mit der Möglichkeit einer Fixanstellung in Praktika gelockt werden, die rechtlich gesehen ganz normale Arbeitsverhältnisse sind.

Ansprüche durchsetzen
Diese Ausbeutung muss ein Ende haben! Die GPA-djp kämpft für eine Aufstockung des Arbeitsinspektorats, ein Verbot von Praktika nach der Fach- bzw. Hochschulausbildung und eine einheitliche Regelung für Pflichtpraktika in den Kollektivverträgen. Auch in diesem Jahr werden wir wieder mit öffentlichen Aktionen auf diese ungerechten Zustände aufmerksam machen und Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche unterstützen. Jede Arbeit, auch das Kaffeekochen, verdient ein Mindestgehalt!

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